HABER AKIŞI

Nur ein Land protestierte gegen Hitlers „Anschluss“

 Tarih: 31-03-2018 11:00:45
Nichts außer Floskeln hatten die Großmächte gegen Hitlers Politik des „Heim ins Reich“ einzuwenden. Warum war das so? Und warum arrangierten sich auch kleinere Staaten mit dem Einmarsch in Österreich?

Was gleichzeitig passiert, kann miteinander zu tun haben – muss aber nicht. Am 19. März 1938 unterzeichnete Isidro Fabela, der Vertreter Mexikos beim Völkerbund in Genf, eine französischsprachige Note an den Generalsekretär der internationalen Organisation, Joseph Avenol.

Darin hieß es: „Die Tatsache, dass die Behörden in Wien die Macht den gewaltsamen Besetzern übergeben haben, kann dem Angreifer nicht als Entschuldigung dienen, und der Völkerbund darf diese vollendete Tatsache nicht ohne die energischen Proteste und die in den Artikeln des Völkerbund-Paktes vorgesehenen Gegenmaßnahmen hinnehmen.“

Ziemlich genau zur selben Zeit gab die Regierung in Mexiko-Stadt bekannt, die vorwiegend von US-Konzernen betriebene Erdölindustrie im Land zu verstaatlichen. Ein klarer Verstoß gegen geltende Verträge.

 

War der Protest gegen den rechtswidrigen „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich vielleicht nur der Versuch, von der gleichfalls rechtswidrigen Enteignung amerikanischen Besitzes abzulenken? Immerhin wusste man, dass US-Präsident Franklin D. Roosevelt nicht nur Hitler-Deutschland skeptisch sah, sondern ebenso die eigene Ölindustrie.

In Österreich selbst sieht man das überwiegend nicht so. Seit 1956 heißt in Wien als Dank für die allerdings folgenlose Note von Fabela ein Platz an der Donau Mexikoplatz. 1985 wurde hier folgende Inschrift angebracht: „Mexiko war im März 1938 das einzige Land, das vor dem Völkerbund offiziellen Protest gegen den gewaltsamen Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich einlegte. Zum Gedenken an diesen Akt hat die Stadt Wien diesem Platz den Namen Mexikoplatz verliehen.“

Widersprüchliche Signale aus Moskau
Wie Mexikos Reaktion zu bewerten ist und warum sie der einzige offizielle Protest blieb, war jetzt Thema bei einer hochkarätig besetzten Tagung des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung an der Diplomatischen Akademie in Wien. Es war im Reigen der Veranstaltungen aus Anlass des 80. Jahrestags des „Anschlusses“ die einzige, die nennenswert neue Erkenntnisse brachte.

 
Das lag vor allem an der internationalen Ausrichtung der Tagung, die neben Experten für Italien, Frankreich und natürlich Mexiko gleich mehrere russische Kenner der sowjetischen Politik der späten 30er-Jahre versammelte. Denn Moskau reagierte von allen Mächten am widersprüchlichsten auf die Eingliederung Österreichs ins Dritte Reich.

 

Völkerrechtlich war klar, dass es sich um einen schweren Verstoß sowohl gegen den Versailler Vertrag der Siegermächte mit Deutschland als auch gegen den Vertrag von St. Germain der Siegermächte mit Österreich handelte: In beiden Abkommen, die allerdings nicht verhandelt, sondern faktisch diktiert worden waren, hatten besondere Artikel die Vereinigung von Deutschland und Österreich dezidiert ausgeschlossen.

Der Versailler Vertrag, gegen den Hitler in fast jeder seiner Reden polemisierte, war bereits im Frühjahr 1936 faktisch gebrochen durch den Einmarsch deutscher Truppen ins Rheinland. Was blieb also an politischen und diplomatischen Möglichkeiten?

Auswirkungen des Spanischen Bürgerkriegs
Die Sowjetunion forderte am 18. März 1938 die Außenministerien in Washington D.C., Paris und London auf, gemeinsam gegen den „Anschluss“ zu protestieren. Außenminister Maxim Litwinow nannte den Einmarsch einen „Gewaltakt“ und eine „Gefahr für Europa“ und signalisierte die Bereitschaft zu Sanktionen. Eine Antwort blieb aus.

Der Geheimdienst in Moskau glaubte schon seit Längerem, dass die NSDAP systematisch die Institutionen Österreichs unterwanderte – das war so allerdings nicht der Fall, sondern bezeugt eher die Denkweise der sowjetischen Verantwortlichen. Man sah, auch wegen der harten Konfrontation im gleichzeitig tobenden Spanischen Bürgerkrieg, keine Möglichkeit, selbst tätig zu werden.

 

Schließlich teilte der Berliner Geschäftsträger der UdSSR am 14. April 1938 dem Auswärtigen Amt offiziell mit, die Wiener Gesandtschaft zu schließen – das war faktisch die bedingungslose Anerkennung des „Anschlusses“. Zugleich allerdings eine Art Realismus, denn schon am 13. März 1938 hatte Österreichs Geschäftsträger in Moskau vor seinem Dienstsitz die Hakenkreuzfahne hissen lassen.

Großbritannien reagierte höchst unentschlossen; das hing mit der Politik Londons in den vergangenen Jahren zusammen: Mit dem deutsch-britischen Flottenabkommen von 1935 war bereits ein faktischer Bruch des Versailler Vertrags akzeptiert worden, und die graue Eminenz der britischen Außenpolitik, Lord Edward Halifax, hatte Hitler im November 1937 zugesagt, gegen Änderungen der europäischen Grenzen nicht vorgehen zu wollen, sofern sie friedlich erfolgten.

Im Februar 1938 wurde Halifax dann selbst Außenminister. Die Beschwichtigung Hitlers, das „Appeasement“, stieg zur obersten Maxime der britischen Politik auf. Mit diesem Chefdiplomaten war ein klarer Protest nicht zu machen.

 

In Frankreich war gerade am 10. März 1938 wieder einmal eine kraftlose Regierung zurückgetreten. Ohnehin hatte hier niemand ein Interesse, ohne den Partner Großbritannien gegen das Dritte Reich Front zu machen. Der Wiener Frankreich-Historiker Thomas Angerer beschrieb die Reaktion in Paris treffend als „entrüstete Nachgiebigkeit“.

Italien wiederum, bis 1936 wesentliche Stütze des österreichischen Ständestaats, suchte längst die Anlehnung an NS-Deutschland. Dennoch machte die Führung des Mussolini-Regimes im Frühjahr 1938 einen „Deal“, wie Michael Gehler darlegte. Der Historiker aus Hildesheim zeigte, wie Hitler ein finales Entgegenkommen in der Frage Südtirol abgerungen wurde.


Der „Führer und Reichskanzler“ betrachtete das kulturell deutsch geprägte, aber seit 1919 zu Italien gehörende Gebiet ohnehin als „Störfaktor Nr. 1“ seiner Bündnispolitik. In den Monaten nach dem „Anschluss“ des übrigen Österreichs einschließlich (Nord-)Tirols gestand er aber zu, baldmöglichst einen vollständigen Bevölkerungsaustausch zu akzeptieren. Das war Mussolinis Preis, die folgende „Heimholung“ der Sudetendeutschen zu akzeptieren. Im Juni 1939 entstand deshalb bei SS-Chef Heinrich Himmler ein entsprechender Dreistufenplan.

Und Mexiko? Der Historiker Stefan Müller konnte zeigen, dass die Entscheidung zur Verstaatlichung der Erdölindustrie bereits in den Tagen vom 7. bis zum 10. März 1938 gefallen war. Also vor dem Bekanntwerden der Eskalation zwischen dem Dritten Reich und Österreichs Kanzler Kurt Schuschnigg und also auch vor dem Einmarsch in der Nacht vom 11. auf den 12. März.

Zumindest diese Entscheidung kann also nichts mit dem „Anschluss“ zu tun gehabt haben. Das Prinzip, die günstige Gelegenheit“ einer internationalen Krise auszunutzen, um Tatsachen in einer ganz anderen völkerrechtlich kritischen Frage zu schaffen, trifft auf Mexikos Vorgehen nicht zu.

Die Expansion Japans und Italiens
Sollte vielleicht umgekehrt der Protest ablenken? Auch das ist laut Müller wenig wahrscheinlich. Denn die Reaktion Mexikos lässt sich viel einfacher aus dem vorherigen Verhalten des Landes ableiten: Schon 1931 hatte die Regierung gegen den japanischen Angriff auf die Mandschurei protestiert, 1935 dann gegen Italiens Angriff auf Abessinien. Ab 1936 bezog man Position für die Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg.

Die Gleichzeitigkeit mit der Verstaatlichung der Ölindustrie, die eigentlich ein Befreiungsschlag gegen die erdrückende Dominanz der USA sein sollte, war eher Zufall. Es gibt also, so ein wesentliches Ergebnis der Wiener Tagung, keinen Notwendigkeit, die überlieferte Achtung für Mexikos Reaktion infrage zu stellen.

  Kaynak: www.welt.de   Editör: Deniz Çetin   Bu haber 5475 defa okunmuştur.
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1 Galatasaray 30 20 7 3 68 32 63 +36
2 Medipol Başakşehir 30 19 6 5 52 30 62 +22
3 Beşiktaş 29 17 4 8 56 24 59 +32
4 Fenerbahçe 29 16 4 9 58 31 57 +27
5 Trabzonspor 30 12 8 10 53 44 46 +9
6 Sivasspor 30 13 12 5 40 45 44 -5
7 Kayserispor 30 12 10 8 40 46 44 -6
8 Göztepe 29 12 10 7 42 47 43 -5
9 Kasımpaşa 29 11 11 7 46 46 40 0
10 Yeni Malatyaspor 29 10 11 8 34 38 38 -4
11 Bursaspor 30 10 14 6 39 41 36 -2
12 Antalyaspor 29 9 12 8 35 48 35 -13
13 Akhisarspor 29 9 13 7 38 48 34 -10
14 Aytemiz Alanyaspor 30 9 16 5 47 53 32 -6
15 Osmanlıspor FK 30 8 14 8 44 50 32 -6
16 Gençlerbirliği 30 7 14 9 35 49 30 -14
17 Atiker Konyaspor 29 7 14 8 31 36 29 -5
18 Karabükspor 30 3 24 3 20 70 12 -50
Takım O G M B A Y P AV
1 Çaykur Rizespor 31 17 5 9 62 36 60 +26
2 Ümraniyespor 31 17 8 6 45 30 57 +15
3 Boluspor 32 17 10 5 50 28 56 +22
4 MKE Ankaragücü 31 16 7 8 47 33 56 +14
5 Gazişehir Gaziantep FK 31 15 8 8 55 29 53 +26
6 Altınordu 32 15 10 7 54 43 52 +11
7 Elazığspor 32 13 11 8 50 38 47 +12
8 BB Erzurumspor 31 12 9 10 48 40 46 +8
9 İstanbulspor 32 13 12 7 39 37 46 +2
10 Balıkesirspor Baltok 31 14 11 6 50 44 45 +6
11 Adanaspor 32 12 13 7 41 49 43 -8
12 Giresunspor 31 11 12 8 43 38 41 +5
13 Eskişehirspor 32 11 14 7 58 54 37 +4
14 Adana Demirspor 31 10 14 7 40 43 37 -3
15 Denizlispor 31 9 15 7 36 44 34 -8
16 Samsunspor 31 7 11 13 26 39 34 -13
17 Manisaspor 32 7 22 3 30 73 15 -43
18 Gaziantepspor 32 2 26 4 14 90 1 -76
Takım O G M B A Y P AV
1 Hatayspor 31 22 4 5 59 13 71 +46
2 Menemen Belediyespor 31 21 4 6 61 21 69 +40
3 Afjet Afyonspor 31 19 5 7 56 29 64 +27
4 Keçiörengücü 31 18 7 6 74 37 60 +37
5 Sivas Belediyespor 31 17 5 9 50 25 60 +25
6 Sancaktepe Belediyespor 31 15 6 10 50 29 55 +21
7 İnegölspor 31 15 9 7 45 39 52 +6
8 Sarıyer 31 12 14 5 40 40 41 0
9 Etimesgut Belediyespor 31 11 12 8 38 38 41 0
10 Kastamonuspor 1966 31 12 16 3 42 40 39 +2
11 Tokatspor 31 10 12 9 34 43 39 -9
12 Eyüpspor 31 11 16 4 51 59 37 -8
13 Amed Sportif 31 10 14 7 36 40 34 -4
14 Bucaspor 31 9 15 7 45 56 31 -11
15 Tuzlaspor 31 8 16 7 36 48 31 -12
16 Bodrumspor 31 8 16 7 35 51 31 -16
17 Kocaeli Birlikspor 31 4 23 4 26 69 13 -43
18 Mersin İdmanyurdu 31 1 29 1 18 119 17 -101
Takım O G M B A Y P AV
1 Manisa BBSK 31 22 3 6 58 21 72 +37
2 Kemerspor 2003 31 15 5 11 61 40 56 +21
3 Bayburt Grup Özel İdare 31 15 6 10 44 29 55 +15
4 Bayrampaşa 31 14 8 9 38 31 51 +7
5 Düzcespor 31 13 7 11 39 33 50 +6
6 Ofspor 31 14 11 6 34 25 48 +9
7 Halide Edip Adıvar SK 31 12 8 11 43 29 47 +14
8 Erbaaspor 31 12 10 9 44 36 45 +8
9 Batman Petrolspor 31 11 9 11 39 32 44 +7
10 Yeni Altındağ Bld. 31 10 13 8 39 42 38 -3
11 Çatalcaspor 31 9 13 9 26 34 36 -8
12 Kozan Belediyespor 31 10 16 5 39 48 35 -9
13 Yomraspor 31 9 14 8 22 40 35 -18
14 Erzin Belediyespor 31 9 16 6 31 47 33 -16
15 12 Bingölspor 31 6 13 12 27 41 30 -14
16 Bergama Belediyespor 31 7 16 8 32 52 29 -20
17 Orhangazi Belediyespor 31 5 14 12 26 47 27 -21
18 Çanakkale Dardanel SK 31 5 16 10 34 49 25 -15
Tarih Ev Sahibi Sonuç Konuk Takım
20.04.2018 20:00 İstanbul Başakşehir 3 - 1 Kayserispor
21.04.2018 19:00 Aytemiz Alanyaspor 2 - 3 Galatasaray
21.04.2018 16:00 Trabzonspor 0 - 2 Demir Grup Sivasspor
21.04.2018 13:30 Gençlerbirliği 0 - 3 Osmanlispor FK
21.04.2018 13:30 Kardemir Karabükspor 1 - 4 Bursaspor
22.04.2018 19:00 Beşiktaş - Evkur Yeni Malatyaspor
22.04.2018 16:00 Atiker Konyaspor - Kasımpaşa
22.04.2018 16:00 Teleset M. Akhisarspor - Göztepe
Tarih Ev Sahibi Sonuç Konuk Takım
20.04.2018 18:00 Altınordu 3 - 0 Manisaspor
21.04.2018 15:00 Boluspor 3 - 1 İstanbulspor
21.04.2018 13:00 Elazığspor 2 - 3 Adanaspor
21.04.2018 15:15 Gaziantepspor 1 - 4 Eskişehirspor
22.04.2018 15:30 Ankaragücü - Gaziantep Bykşhr Bld.
22.04.2018 13:00 Samsunspor - Denizlispor
22.04.2018 18:00 Balıkesirspor - Umraniyespor
22.04.2018 18:00 Ç.Rizespor - Giresunspor
22.04.2018 15:30 Adana D.Spor - Erzurum BB
Tarih Ev Sahibi Sonuç Konuk Takım
22.04.2018 15:30 Afjet Afyonspor - Kastamonuspor
22.04.2018 15:30 Bodrumspor - Etimesgut Belediyespor
22.04.2018 15:30 Tuzlaspor - Eyüpspor
22.04.2018 15:30 Mersin İ.Y. - Sarıyer
22.04.2018 15:30 Tokatspor - İnegölspor
22.04.2018 15:30 Keçiörengücü - Amed Sportif
22.04.2018 15:30 Bucaspor - Menemen Bld.
22.04.2018 15:30 4 Eylül Bld. - Kocaeli Birlik Spor
22.04.2018 15:30 Hatayspor - Sancaktepespor
Tarih Ev Sahibi Sonuç Konuk Takım
22.04.2018 15:30 Erzin Belediyespor - Ofspor
22.04.2018 15:30 Orhangazispor - Erbaaspor
22.04.2018 15:30 Yomraspor - Bayburt Genclikspor
22.04.2018 15:30 12 Bingolspor - Dardanelspor
22.04.2018 15:30 Catalcaspor - Kozan Belediyespor
22.04.2018 15:30 Manisa Büyükşehir Belediyespor - Batman Pet.
22.04.2018 15:30 Bayrampaşa - Bergama Belediyespor
22.04.2018 15:30 Tekirova Bld. - Halide Edip Adivar Spor
22.04.2018 15:30 Duzcespor - Yeni Altindag Belediyespor
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